Verpachtung eines Gewerbegrundstückes an die Firma Innogy/Westnetz

Die Firma Innogy/Westnetz plant im Rahmen eines bundesweiten Pilotprojekts die Errichtung einer Energiewabe im Rhein-Hunsrück-Kreis. Dazu bedarf es der Stationierung einem Großbatteriespeicher, deren Stationierung man im Gewerbegebiet in Gödenroth geplant hat. Hierzu benötigt Innogy/Westnetz eine Gewerbefläche von ca. 600 m² für einen Zeitraum von 15 Jahren.

Unter dem Vorsitzende des Ersten Beigeordneten Herrn Kai Olesch wurden daher zunächst die Fragen erörtert, ob und ggf. welche Gefahren von einem solchen „Großbatteriespeicher“ ausgehen könnten und ob eine entsprechende Gewerbefläche unter welchen Bedingungen an Innogy/Westnetz verpachtet werden soll.

In einer früheren Infoveranstaltung zum Thema Batteriespeicher für den Gemeinderat hatte bereits Herr Achim Schneider von Innogy/Westnetz das Pilotprojekt „Energiewabe“ und auch den „Großbatteriespeicher“ vorgestellt.

Mit der Teilnahme des an der Energiewabe ist der Rhein-Hunsrück-Kreis internationales Schaufenster für innovative Energiesysteme. Dies würde auch für Gödenroth bedeuten, dass der „Großbatteriespeichen“ in Gödenroth auch von hochrangigen Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland besichtigt werden wird.

 

 

Hier das Bild eines Batteriespeichers von Innen. 

 

Nähere Informationen zum bundesweiten Pilotprojekt erfahren Sie unter: https://www.energieagentur.rlp.de/fileadmin/user_upload/Achim_Schneider.pdf

Einen Artikel der KV RHK zum Start der Energiewabe Rhein-Hunsrück in Berlin unter:

http://www.kreis-sim.de/Start/Feierlicher-Startschuss-f%C3%BCr-die-Energiewabe-Rhein-Hunsr%C3%BCck-in-Berlin.php?object=tx,2554.5&ModID=7&FID=2554.580.1

In der heutigen öffentlichen Sitzung stellten die Herren Rott und Frerichmann von Innogy/Westnetz das Pilotprojekt nochmals kurz vor und erläutert Fragen der Ratsmitglieder insbesondere zur Schallemission, zu evtl. zu erwartenden elektrische Strahlungen und der Explosionsgefahr der Großbatterie.

Zur Schallemission wurde mitgeteilt, dass von einem Geräuschpegel von 35 Dezibel nicht überschritten wird. Die Geräusche werden hautsächlich durch den Umrichter und die Lüftungsanlage verursacht. Diese Lärmgrenze von 35 Dezibel gelte z.B. nachts innerhalb von Wohngebieten.

Zu den evtl. elektrischen Strahlungen wurde mitgeteilt, dass von allen Batterien eine gewisse Strahlung ausgehe, auch von einem Handy. Die Strahlung der Großbatterie ist jedoch nicht gesundheitsgefährdend, die Überseecontainer, in denen die Batterien untergebracht sind, können ohne besondere Schutzvorkehrungen betreten werden. Die geringen Batteriestrahlungen werden durch den Überseecontainer bereits abgefangen, sodass außenhalb keine Strahlung besteht.

Zur Explosionsgefahr wurde mitgeteilt, dass es sich bei der Batterie um ein abgesichertes System handelt. Es besteht aus vielen kleinen Batterien. Es könne nach bisherigen Tests selbst im Extremfall nicht zu einer Entladung großer Energie kommen, da die kleinen Bestandteile nacheinander abbrennen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Batterie Feuer fängt ist jedoch auch nur hypothetisch, da zum einen die Innenraumtemperatur ständig überwacht wird, d.h. sollte diese einen Grenzwert übersteigen schaltet sich das System automatisch ab. Sollten sämtliche Warnvorrichtungen versagen, sind in dem Container Gaskartuschen verbaut. Diese enthalten das sogenannte Novec 1230 mit dessen Hilfe der Brand sofort gelöscht wird. Eine Gefahr für die Bevölkerung oder die Feuerwehr werde nicht gesehen.

Nach Abklärung der bisher noch offenen Fragen, kam der Rat zu dem Ergebnis, der Firma Innogy/Westnetz eine Gewerbefläche von ca. 600 m² für 15 Jahre zu verpachten.

 

Änderung Flächennutzungsplan

Der Rat diskutierte über die spätere Erweiterung des Neubaugebietes. Hier sollen Vorkaufsrechte auf die als Neubaugebiet in Betracht kommenden Flächen durch die Gemeinde eingetragen werden.

Der Rat legt die Fläche, die später als Ausbaufläche für das Neubaugebiet in Betracht kommt fest. Er markiert diese auf der Karte als künftigen Flächennutzungsplan und sieht für diese Flächen die Notwendigkeit der Eintragung eines Vorkaufsrechtes der Gemeinde.

 

Weitere Vorgehensweise Kriegerdenkmal

Das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges ist in die Jahre gekommen. Es ist nicht mehr standsicher  und Einsturz gefährdet. Eine Stabilisierung des Sockels oder eine Neugestaltung bzw. Bau eines neuen Denkmals ist dringend erforderlich. Da die Sanierung bereits Gegenstand der letzten Ratssitzung war, lagen mehrere Angebote vor, über die zu beraten war. Da die Kostenansätze sehr hoch, unterschiedlich

 

und nicht vergleichbar waren, wurde die endgültige Entscheidung vertagt. Es wurde gebeten, nochmals bei den Firmen, die bisher kein Angebot für die Aufarbeitung der Schrift abgegeben haben, anzufragen, was dies dort kosten würde. Um die Angebote vergleichen zu können, sollten die neuen bzw. ergänzenden Angebote auch mit vergleichbaren Materialien für den Sockelstein abgegeben werden.

Sollte der Bau eines neuen Denkmals in Betracht gezogen werden, möchte der Rat auch bei denen im 2. Weltkrieg Gefallenen die Geburtsdaten ergänzen.

 

Weiteres Vorgehen Dorfladen

Der Rat hat über die weitere Vorgehensweise zum Dorfladen/Dorftreff beraten. Die Ausschreibung kann, diese oder spätestens nächste Woche in der Zeitung erscheinen. Es wurde darauf hingewiesen, dass derzeit die Bewilligung der anteiligen Kostenübernahme des Projektes durch Leader noch nicht vorliegt. Zum aktuellen Zeitpunkt liegt aber bereits die Bewilligung des vorzeitigen Baubeginns vor. Aus zeitlichen Gründen muss mit der Ausschreibung sofort begonnen werden. Die Vergabe des Auftrags kann dann im Zeitraum vom 07.06. bis 13.06. erfolgen. Zu diesem Zweck wird eine Ratssitzung am 13.06.2017 um 19:00 Uhr stattfinden.

Der Einzug in die neuen Räumlichkeiten kann entsprechend der aktuellen Planung und nach Absprache mit dem Team der Therapiepraxis TUJA, nicht zum 01.10.2017, sondern zum 01.12.2017 erfolgen.

Baumkataster

Der Baumpfleger hat sich vom aktuellen Zustand der Gemeindebäume überzeugt. Es wurde eine Liste erstellt mit Pflegemaßnahmen Prio1 und Prio2 und den vorzunehmenden Arbeiten.

Grabungen der Archäologen

Die Archäologen haben ihre Arbeit aufgenommen. Bisher wurden hauptsächlich die bereits bekannten Hügelgräber entdeckt. Ein weiterer Fund wird derzeit von den Archäologen geprüft.